Preis für Generationenverantwortung

Verantwortung für den demografischen Wandel in Deutschland

 

Auf der Erlebnis-Messe „agilia“ hat der Bundesverband Initiative 50Plus erstmals den „Preis für Generationen-Verantwortung“ verliehen. Preisträger sind der BMW-Manager Rudolf Reichenauer, der Sennheiser-Geschäftsführer Jochen Weymer und die Schauspielerin Mariella Ahrens.

 

Der Bundesverband Initiative 50Plus e.V. hat am 23. November 2012 auf der Messe „agilia“ erstmals den „Preis für Generationen-Verantwortung“ verliehen. Mit dem Preis werden künftig einmal im Jahr Persönlichkeiten, Unternehmen und Initiativen ausgezeichnet, die mit ihrem Engagement im gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen, betrieblichen oder politischen Bereich besonders herausragende Verantwortung für den demografischen Wandel beweisen, beziehungsweise das Zusammenwirken der Generationen in Deutschland aktiv unterstützen.

 
Der Preis wurde in diesem Jahr vergeben in den drei Kategorien: „Initiative Arbeit 50Plus“, „Initiative Produkt-Innovation 50Plus“ sowie „Initiative Generationenhilfe 50Plus“. Preisträger sind Jochen Weymer, Geschäftsführer des Audio-Unternehmens Sennheiser in der Kategorie „Initiative Produkt-Innovation 50Plus“, die Schauspielerin Mariella Ahrens in der Kategorie „Initiative Generationenhilfe 50Plus“ sowie der BMW-Manager Rudolf Reichenauer, Bereichsleiter Personal Services in der Kategorie „Initiative Arbeit 50Plus“.

Preisvergabe in drei Kategorien

 

Jochen Weymer hat als Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb die Produktpalette bei der Sennheiser GmbH - einer der weltweit führenden Hersteller von Mikrofonen, Kopfhörern und drahtlosen Übertragungssystemen - konsequent auf die Bedürfnisse der „Best Ager“ ausgerichtet. Zum Beispiel mit dem Funk-Hörsystem RS 4200 II. Es besteht aus einem Stereo-Kinnbügelhörer und einem Sender, lässt sich direkt an Fernsehgeräte und HiFi-Komponenten anschließen und überträgt den Ton auch durch Wände. Die Lautstärke wird am Kinnbügelhörer individuell geregelt. Spezielle Produkte auch für Hörgeschädigte, wie etwa das Set 820, belegen, wie sehr Jochen Weymer und Sennheiser die  ältere Generation ernst nehmen. Für  diese Leistungen wird Jochen Weymer mit dem Preis für Generationen-Verantwortung in der Kategorie „Produkt-Innovation 50Plus“ ausgezeichnet. „Jugend hat eine gewisse Naivität und schafft dadurch auch neue Dinge und Innovationen. Wenn dann die Erfahrung dazu kommt, wird das ganze plausibel - und so kommt am Ende ein gutes Produkt heraus. Das hat die Marke Sennheiser mit Herrn Weymer an der Spitze richtig verstanden“, so „Deutschlands jüngster Marketing-Profi“ würdigte Dominik Multerer den Preisträger.

Schauspielerin Mariella Ahrens zeigt in vorbildlicher Weise Verantwortung für das Miteinander der Generationen.  Sie ist Mitgründerin und Schirmherrin des Vereins Lebensherbst. Im persönlichen Einsatz kümmert sie sich darum, den Älteren jetzt und in Zukunft den Lebensherbst zu erleichtern, das Altwerden zu verschönern und die Freude am Leben möglichst lange wach zu halten. Mit dem Verein hilft sie dabei auf vielfältige Weise: Durch das Sammeln von Geld- oder Sachspenden, durch tätige Zuwendung, Besuche, Gespräche und Spaziergänge mit den Menschen im Herbst des Lebens.  Für ihr Engagement und ihr besonders großes Herz für älter werdende Mitmenschen zeichnet der BVI 50Plus Mariella Ahrens mit dem Preis für Generationen-Verantwortung in der Kategorie „Initiative Generationenhilfe 50Plus“ aus. „Es ist Frau Ahrens zu verdanken, dass der Zusammenhalt zwischen den Generationen ein Stück besser geworden ist“, sagte Dr. Christoph Löschmann, Mitglied des Vorstands der Celenus-Kliniken in seiner Laudatio.

Rudolf Reichenauer, Bereichsleiter Personal Services beim Automobilhersteller BMW hat mit einem Leuchtturm-Projekt deutlich gemacht, dass auch die Menschen der älteren Generation wichtige Mitarbeiter für ein Unternehmen sind. Als Verantwortlicher für den Bereich Personal hat er schon im Jahr 2005 im BMW-Werk in Leipzig die Türen gezielt für ältere Semester geöffnet.  Das Ergebnis: Rund 30 Prozent der damals 2.100 Mitarbeiter waren über 40 Jahre alt, etwa die Hälfte von ihnen gehörte der Generation 50plus an. 

Reichenauer setzte unter anderem deshalb auf ältere Arbeitnehmer, weil sie erfahrener, kommunikativer, pflicht-bewusster, teamfähiger, motivierter und zuverlässiger im Vergleich zu jüngeren Angestellten sind. Die Erkenntnisse aus dem Werk Leipzig sind  in die konzernweite Diversity Strategie der BMW Group eingeflossen, in der das Thema alters-gemischte Teams heute eine der drei Säulen der Personal-politik darstellt. Für diese gerade in der heutigen Arbeitswelt mehr denn je richtungsweisende Leistung zeichnet der BVI 50Plus Rudolf Reichenauer mit dem Preis für Generationen-Verantwortung in der Kategorie „Initiative Arbeit 50Plus“ aus. „Herr Reichenauer hat sich mit dem Thema demografischer Wandel weit früher befasst als die Politik und andere Verantwortliche das getan haben“, hob Laudator Heinz Meloth, Vorstand im Marketing Club Main-Wiesbaden hervor.

 

Gelebter Zusammenhalt der Generationen


„Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Generationen ist eine elementare Voraussetzung für den Bestand einer Demokratie und die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme“, so Wolfgang Schmidt Dahlberg (83), Mitglied des Vorstand des BVI50Plus. „Um öffentlich hervorzuheben, dass wir alle Kräfte bündeln müssen, um den demografischen Wandel zu meistern, haben wir den Preis für Generationen-Verantwortung ins Leben gerufen. Alle Preisträger stehen für dieses Ideal und den gelebten Zusammenhalt der Generationen.“ 


Als Sponsor unterstützen die Celenus-Kliniken den Generationenpreis für Verantwortung. „In unseren Krankenhäusern behandeln wir jährlich rund 20.000 Patienten. Ein Großteil leidet schon im Alter zwischen 45 und 50 psychosomatisch an stressinduzierten Krankheiten wie Depression, Angststörungen, Burnout, aber auch an entsprechenden Auswirkungen im orthopädischen wie kardiologischen Bereich“, so Dr. Christoph Löschmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Celenius Kliniken. „Weil gerade im betrieblichen Gesundheitsmanagement kleinerer und mittlerer Unternehmen mehr getan werden muss, um die älter werdende Belegschaft gesund zu erhalten, engagieren wir uns bei diesem wichtigen Preis.“

 

Motor bei der Bewältigung des demografischen Wandels


Der BVI 50Plus versteht sich als unabhängige Initiative für die Vertretung der berechtigten Interessen von 34 Millionen Menschen in Deutschland. Der Verband will ein starker Motor bei der Bewältigung des demografischen Wandels sein und nimmt das Heft des Handels in die Hand. „Wir wollen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft motivieren, die Bedürfnisse der Generation 50Plus zu erkennen und deren vielfältigen Poten-ziale zu nutzen. Den Menschen möchten wir Mut machen, konkrete Lebenshilfe geben und sie anspornen, mit Freude die erforderlichen Umbauten der Gesellschaft mitzugestalten“, so Wolfgang Schmidt-Dahlberg. Der Verband bietet dazu die Netzwerk-Plattform, auf der sich alle Kräfte online und offline zusammenfinden, austauschen und tätig werden können. 

„Die „agilia“ als Partner für die Preisverleihung haben wir ausgewählt, weil sie als Erlebnismesse für Menschen ab 50 Jahren genau das vermittelt, was auch unseren Verband antreibt: Die Freude am Leben zu genießen, aber sich auch der sozialen Verantwortung für unsere Gesellschaft bewusst sein und sich dafür engagieren“, sagte Schmidt-Dahlberg. 


Durch die Preisverleihung auf der Hauptbühne der Messe führte Diethelm Straube, Landesvorsitzender Hessen des Bundesverband Initiative 50Plus, der auch die Auszeichnungen vornahm.

Bundespräsident Joachim Gauck

"Für Ihre Glückwünsche zu meinem Amtsantritt danke ich Ihnen sehr herzlich. Die vielen Beweise der Zustimmung und der Verbundenheit sind mir Ermutigung für die kommenden Aufgaben. Mit all meiner Kraft und mit meinem Herzen werde ich dafür arbeiten, dem in mich gesetzten Vertrauen gerecht zu werden".

 

Bundespräsident Joachim Gauck in einem Schreiben an den Bundesverband Initiative 50Plus.

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